Der „perfekte“ SEO-Artikel

Ziel dieses kleinen Artikels ist es, einen Überblick über die unterschiedlichen SEO-Anforderungen an Online-Texte zu vermitteln. Da Google ständig Änderungen am Algorithmus vornimmt ist diese Übersicht nur temporär gültig.

Das Ziel

Das Ziel eines Blog-Artikels ist es gefunden zu werden. Ein Artikel kann noch so ausgefallen und toll geschrieben sein – wenn ihn keiner findet kann ihn keiner lesen – liest niemand den Artikel ist er wertlos.

Googles Ziel ist es dem User die bestmöglichen Resultate auf seine Suchanfrage zu liefern. Google gibt dem User nur die Artikel aus, welche die Suchmaschine am Relevantesten und Besten für den User hält.

  • Der Anspruch eines jeden Texters sollte es somit sein den besten, im Web verfügbaren, Artikel zu dem jeweiligen Thema zu verfassen. Dieser Artikel sollte alle potentiellen Fragen des Users prägnant beantworten können und ihn zum Wiederkehren motivieren. Erfüllt ein Artikel dies, wird Google ihn weit oben in den Ergebnissen ausgeben.

Ausgangspunkt

Bevor ein Artikel geschrieben werden kann muss ein Thema gesucht werden. Die Findung des Themas stellt den wichtigsten Punkt beim Schreiben eines Online-Artikels dar. Nicht jedes Thema ist geeignet, da es von den Usern nicht gesucht wird. Ein gutes Thema sollte eine Mindestanzahl an monatlichen Suchanfragen aufweisen können, so lässt sich in etwa der Traffic abschätzen welcher über den Artikel auf die Seite geholt werden kann.

Google stellt Textern dafür ein Tool zur Verfügung: Den Keyword Planner (https://adwords.google.de/KeywordPlanner)

Um den Keyword-Planner nutzen zu können wird ein Google Konto benötigt. Nach dem Anlegen solch eines Kontos kann die Arbeit direkt beginnen.

Auf der Startseite finden sich vier unterschiedliche Optionen:

AdWords Keywordplanner

Die wichtigste und im Alltag meist genutzte ist die Erste: Ideen für neue Keywords und Anzeigegruppen suchen.

Wird diese Option ausgewählt erscheint eine Maske, in welche Keywords eingetragen werden können:

Ideen für neue Keywords abrufen

Hier lässt sich eine beliebig große Anzahl an Keywords eingeben. Bei der Ausrichtung sollte darauf geachtet werden, dass die Ländereinstellung auf „Deutschland“ steht. Durch einen Klick auf den Button „Ideen abrufen“ gelangt der Nutzer zu folgender Seite:

Keywordvorschläge AdWords

Hier empfiehlt es sich den Reiter „Keyword Ideen“ (rot markiert) auszuwählen um eine bessere Übersicht zu erhalten:

Informationen zu den Keywords

In der ersten Spalte finden sich die eingegeben Keywords. Im Fall unseres Beispiels „oldtimer versteigerung“. In der nächsten Spalte findet sich eine Zahl mit der Überschrift: „Durchschnittliche Suchanfragen pro Monat“. Diese Zahl gibt an wie oft dieses Keyword in Deutschland pro Monat gesucht wird. Die Daten beziehen sich dabei auf die letzten 12 Monate. Im Fall von „oldtimer versteigerungen“ wird das Keyword 170 Mal im Monat gesucht. Hier würde sich ein Artikel lohnen. Die restlichen Werte in der Spalte sind nicht relevant.

Das Thema steht nun fest – es soll ein Artikel über Oldtimer Versteigerungen werden. Nun ist es interessant herauszufinden was genau den User interessiert – um einen Artikel verfassen zu können, welcher perfekt auf die Bedürfnisse zugeschnitten ist.

In den Suchschlitz über dem Diagramm lassen sich weitere Suchbegriffe eingeben. Das Keyword

„oldtimer versteigerung“ kann hier mit weiteren potentiellen Suchanfragen ergänzt oder variiert werden. Beispiel: Oldtimer Versteigerung, Oldtimer Versteigerung tipps, Oldtimer Versteigerung orte, Oldtimer Versteigerung preise, Oldtimer Versteigerung gebote, Oldtimer Versteigerung online, versteigerung oldtimer, Oldtimer Versteigerung beobachten, Oldtimer Versteigerung erfahrung, Oldtimer Versteigerung tricks, Oldtimer Versteigerung standorte, Oldtimer Versteigerung wo, Oldtimer Versteigerung mitbieten, Oldtimer Versteigerung termine

Beim Klicken auf Ideen abrufen erhält man die Ergebnisse der Suche. Zusätzlich fügt Google Ergebnisse hinzu, die der Suchmaschinenalgorithmus für sinnvoll erachtet. Diese Datei lässt sich in Excel, über den Button „Herunterladen“ importieren:

Herunterladen Keyworddaten AdWords

Mit Excel lassen sich die Keywords weitaus besser aussortieren als im AdWords-Interface. Zuvor sollten die unnötigen Spalten entfernt werden. Es wird lediglich die Spalte“ Keyword“ und „Avg. Monthly Searches“ benötigt. Nun beginnt die Handarbeit bei der Auswahl der Keywords. Die Liste muss durchgegangen und abgeschätzt werden, welche Keywords sich für den Artikel lohnen:

Arbeiten mit Keywords in Excel

Aus solch einer Liste lässt sich ersehen welche Keywords für User interessant sind und wie hoch das gesamte Suchvolumens des Themas liegt. Auffällig oft wird das Keyword in Verbindung mit einer Stadt gesucht – hieraus könnte sich ein Absatz für den Artikel ergeben, indem darauf eingegangen wird. Der Aufbau des gesamten Artikels könnte wie folgt aussehen:

  1. Oldtimer Versteigerungen
  2. Tricks und Tipps bei Oldtimer Versteigerungen
  3. Oldtimer Versteigerungen in…
    1. München
    2. Berlin
    3. Hamburg
    4. Stuttgart
  4. Oldtimer Versteigerungen im Internet

Dieser Artikel würde alle Fragen der User abdecken können. Die Keywords „oldtimer auktionen“ und „Versteigerung Oldtimer“ sollten als Synonyme im Text verwendet werden.

Bei der Suche nach passenden Keywords lassen sich oft zusätzliche Themen für weitere Artikel entdecken. Ein Thema ohne Suchvolumen ist aus SEO-Sicht uninteressant, da keiner danach sucht und den Artikel somit auch keiner lesen wird – egal wie interessant das Thema scheint.

Der Artikel

Die Suchmaschinenoptimierung folgt derzeit der Devise: „Content is King!“ Um mit einem Artikel weit vorne zu ranken, muss dieser eine gewisse Länge aufweisen. Als Faustregel lässt sich sagen, dass ein Artikel von kleineren Webseiten unter 800 Wörtern nur wenig Chancen hat gefunden zu werden. Je mehr sinnvollen Content ein Artikel enthält desto besser. Es hat aus SEO-Sicht keinen Sinn aus einem Artikel zwei zu machen (Bsp. Teil 1 und Teil 2).

Ein optimaler SEO-Artikel enthält viele Absätze, was das Lesen für den User angenehmer macht. Auch ein Abschnitt bestehend aus Bullet Points kann den Leser zum Weiterlesen motivieren. Bei äußerst

langen Textpassagen kann es von Vorteil sein wichtige Wörter zu fetten. Auf das Ranking der Suchmaschine hat das keinen Einfluss, verbessert jedoch die User-Experience.

Ein wichtiger Punkt bei der Suchmaschinenoptimierung ist das Einfügen von Zwischenüberschriften. Zum einen verbessern Zwischenüberschriften die User Experience, da sich User im Text besser zurechtfinden und zum anderen helfen sie der Suchmaschine den Text besser zu verstehen.

Aufbau eines Artikels

Ein perfekt SEO-optimierter Aufbau eines Artikels sieht wie folgt aus:

Aufbau eines SEO-Artikels

Einfügen und Auszeichnen des Artikels bei WordPress

Wird der Artikel im WordPress-Backend eingefügt gibt es noch einige kleinere Einstellungen für den optimalen Artikel vorzunehmen:

Auszeichnung der Zwischenüberschriften

Zwischenüberschriften müssen unbedingt mit einem <h>-Tag ausgezeichnet werden. Die HTML-Sprache bietet dabei Tags von H1 bis H6 an. Der H1 Tag ist dem Title vorbehalten und sollte nur einmal auf einer Seite verwendet werden. Es empfiehlt sich die Zwischenüberschriften als H2 auszuzeichnen. Dazu wird der Reiter „Text“ geöffnet:

Auszeichnung H-Tags in WP

Vor der Zwischenüberschrift wird die Funktion <h2> und am Ende der Zwischenüberschrift die Funktion </h2> gesetzt. Mehr ist nicht nötig.

Der „Weiterlesen“/“more“-Tag

Der „more“-Tag sorgt dafür, dass der Artikel auf der Ansichtsseite abgeschnitten wird und der User ihn erst auf der Artikelseite vollständig lesen kann. Der „more“-Tag sollte nach dem Vorspann gesetzt werden. Dies geschieht in der Ansicht „Visuell“. Der Weiterlesen Tag wird in der Werkzeugleiste mit dem dritten Button von rechts eingefügt.

Der Meta-Title und die Meta-Description

Der Meta-Title wird auf den Suchergebnisseiten von Google ausgegeben. Er hat einen großen Einfluss darauf ob eine Artikel geklickt wird oder nicht. Scrollt man bei WordPress ein wenig nach unten erscheint eine Box mit der Überschrift „WordPress SEO von Yoast“ (Wenn das Plugin installiert wurde).

Yoast-Einstellungen Wordpress

In die blau umrandete Box wird der Title eingetragen, welcher den User zum Klicken motivieren soll. Der Title ist dabei auf 55 Zeichen begrenzt. Das Tool gibt automatisch eine Warnung aus wird die Zeichenzahl überschritten.

In den gelb markierten Kasten wird die Meta-Description eingetragen. Diese erscheint ebenfalls in den Google Suchergebnissen und soll dem User ein Bild davon vermitteln, was ihn auf der Seite erwartet. Hier besteht die Möglichkeit den Nutzer mit maximal 156 Zeichen zusätzlich zum Klicken zu motivieren.

Title und Description sollten unbedingt eingetragen werden. Die weiteren Einstellungen dieser Box sind irrelevant.

Schlagworte und Kategorien

Wird der Artikel mit einem Schlagwort und/oder einer Kategorie versehen hilft das Usern diesen auf der Seite schnell wiederzufinden. Schlagworte und Kategorien sollten dabei aber nicht inflationär verwendet werden. Die Zuordnung eines Artikels zu einer passenden Kategorie und zwei passenden Schlagwörtern reicht vollkommen aus.

Bilder

Bilder sind für Suchmaschinen ein gewaltiger Rankingfaktor, da Artikel mit Bildern auf den User einen besseren Eindruck machen.

Wird ein Bild verwendet gibt es schon beim Hochladen dieses Bildes einiges zu beachten. WordPress fügt jedem Bild eine URL hinzu, unter welcher das Bild gespeichert wird. Diese URL setzt sich aus dem Dateinamen des Bildes zusammen:

http://blech-veteranen.de/wp-content/uploads/2014/11/Batman-Ur-Batmobil-300×225.jpg“

Der Dateiname sollte wie im oberen Beispiel wohl gewählt und aussagekräftig sein, da Google aus dem Dateinamen versucht den Inhalt des Bildes zu erschließen.

Klickt man im Backend auf ein Bild erscheint in der oberen linken Ecke dieses ein „Stift-Symbol“. Mit einem Klick auf dieses gelangt man auf die Einstellungsseite des Bildes.

Bilder anlegen Wordpress

In die Box Beschriftung (rot) kann eine Beschriftung dem Bild hinzugefügt werden. Aus rechtlichen Gründen sollte hier die Bildquelle genannt werden.

Der Alternativ-Text ist für Google einer der wichtigsten Rankingfaktoren bei Bildern. Hier sollte eine aussagekräftige Beschreibung des Bildes eingetragen werden.

Einstellungen können in der blauen Box getroffen werden. Hierbei geht es lediglich um das Aussehen des Bildes auf der Seite. Wichtig ist jedoch die Einstellung „Link zur“! Dieser sollte unbedingt auf „Medien-Datei“ gestellt werden.

Zusammenfassung (wichtigste Punkte)

  • Auswählen des Themas mithilfe des Google Keyword-Planners
  • Recherchieren der Interessen der Nutzer mit dem Keyword Planner
  • Text strukturieren
  • Mindestens 800 Wörter pro Artikel
  • Auszeichnen der Zwischenüberschriften
  • Meta-Title und Description einfügen
  • Dateiname der Bilder beim Hochladen beachten

targeting

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